Nachrichten aus Kirche und Gemeinde

Regelmässig Kindergottesdienste

Früher kam Sarah Melzer (geb. Kunze) selbst zum Kinderkreis in unsere Gemeinde. Jetzt hilft sie der Gemeinde, wieder regelmässig Kindergottesdienst anzubieten, und zwar im Zwei-Monats-Rhythmus jeweils parallel zum Gottesdienst. Gemeinsam mit den Älteren erleben dabei die Kinder zuerst ein Stück „Erwachsenen“-Gottesdienst mit Liedern, Lesungen und Gebet, um dann im Kinderkreisraum ihrem eigenen Programm nachzugehen. Anschliessend treffen sich jung und alt zum Kirchenkaffee wieder.

Die nächsten Termine sind: 26. Februar und 22. April.

 

Bitte Kirchensteuermerkmale überprüfen!

Als Folge der momentan recht chaotischen Situation rund um die „elektronischen Lohnsteuerkarten“ berichten einzelne Gemeindeglieder, dass ihnen mit Jahresbeginn vom Finanzamt plötzlich Kirchensteuer abgezogen werden soll. Die Finanzämter berufen sich dabei auf Datensätze, die sie vom jeweiligen Einwohnermeldeamt bekämen. Dort erscheinen gelegentlich aus heiterem Himmel „Konfessionseintragungen“ zugunsten der Ev.-lutherischen Kirche in Sachsen.

Wir möchten alle Gemeindeglieder bitten, diese Vorgänge zu überprüfen und gegebenenfalls bei den Ämtern zu widersprechen. Das Gemeindebüro unterstützt Sie dabei, wenn Sie Hilfe brauchen.

Unsere Gemeindeglieder sind im Sinne des Kirchensteuerrechts in Sachsen als „konfessionslos“ zu behandeln, da die Gemeinde nicht am Kirchensteuerverfahren teilnimmt, sondern selbst Kirchenbeiträge erhebt. Natürlich haben Sie trotzdem eine Konfession: evangelisch-reformiert!!! aber eben nicht im Sinne des sächsischen Kirchensteuerrechtes …

Konfirmanden in Chemnitz

Aufgrund der kleinen Mitgliederzahl und der grossen räumlichen Entfernungen war und ist der Konfirmandenunterricht in unserer Gemeinde immer eine besondere Herausforderung. Während der dreijährigen Abwesenheit des Pfarrers liess sich Jasmin Neustädt nach Absprache mit unserer Gemeindeleitung in der Ev.-lutherischen Kirche Stollberg konfirmieren, sie gehört aber trotzdem zu unserer Gemeinde. Ein weiterer, aus Leipzig zugezogener Konfirmand, Konstantin Schürmaier, besucht aus alter Verbundenheit mit der Leipziger Gemeinde den dortigen Unterricht.

Erfreulicherweise konnte nun im Dezember 2011 wieder einmal ein Konfirmandenkurs in Chemnitz starten. Marvin Schwarzott aus Thurm und Tarek Dohle aus Augustusburg kommen nun einmal im Monat mit Pfarrer Thoralf Spiess zusammen, um sich auf ihre Konfirmation zum kommenden Pfingstfest vorzubereiten. Neben intensiven Unterrichtsstunden im Jugendkeller im Chemnitzer Gemeindehaus soll aber auch die Teilnahme an der Konfirmandenfreizeit der Leipziger Gemeinde im Mai in Oberwaiz gehören. Wir wünschen allen gegenwärtigen Konfirmanden unserer Gemeinde, dass sie die Konfirmandenzeit als Bereicherung erleben und ihre Bindung an unsere Gemeinde festigen können.

Pfarrer Thoralf Spiess wieder zurück vom Auslandsdienst

Ende Oktober endete der Auslandsvertrag von Thoralf Spiess in der Evangelisch-Presbyterianischen Kirche in Togo/Westafrika, und schon am Reformationstag nahm er seine Tätigkeit als Pfarrer unserer Gemeinde wieder auf. Nachstehend ein Grusswort von ihm an alle Gemeindeglieder und Freunde der Gemeinde.

Liebe Gemeindeglieder und Freunde der Gemeinden Chemnitz-Zwickau und Leipzig. 

Drei Jahre leben und arbeiten in Atakpamé, Togo, Westafrika liegen nun hinter mir, und ich bin froh, wieder in Sachsen zu sein. Das erste, was mir bei meiner Rückkehr auffiel, war, dass ich drei Jahre lang keinen Herbst mehr erlebt habe. Aber auch sonst erlebe ich unsere Gemeinden, meine Arbeit, die Menschen, die Städte und Landschaften hier gegenwärtig ganz elementar als Heimat.

Aber Togo ist mir inzwischen beinahe ebenso nahe und vertraut geworden: Die lärmige Hauptstadt Lomé, weite Buschlandschaft, die schöne Berglandschaft rund um Atakpamé, die freundlichen Menschen, die lebendigen Kirchen, die vielen jungen Gesichter auf den Strassen und ebenso die unübersehbaren Zeichen des rauen Alltags, der Armut und des Mangels überall: Verwitterung, Krankheit, Schmutz und Staub.

Die drei Jahre waren keine einfache Zeit für mich. Ich habe so viel gesehen und darüber sprechen wollen, aber meine Sprachfähigkeit hat oft nicht ausgereicht, und Gesprächspartner waren selten. Ich hatte eine Kirche als Arbeitgeber erwartet, die so ähnlich wie unsere deutsche evangelische Kirche auftritt, und musste lernen, dass die Kirche hier oft ganz anders tickt.

Dennoch habe ich nach besten Kräften versucht, meinen Auftrag als Dozent und Seminarleiter der evangelischen Fortbildungsstätte in Atakpamé zu erfüllen. Über 50 Studenten und Katechisten haben meine Kurse belegt, in denen wir Wege der Konfliktlösung und Gewaltfreiheit gesucht und eingeübt haben. Und gelegentlich habe ich auch Seminare in Kirchengemeinden organisiert. Als Kollege und Nachbar habe ich versucht, das Leben auf dem Campus der Fortbildungsstätte mitzugestalten. Wie hier in Sachsen, so habe ich auch in Togo oft Filmabende organisiert und schliesslich sogar einen Dokumentarfilm über die Spuren der Norddeutschen Mission in Togo gedreht.

Daneben habe ich viele Reisen ins Landesinnere und die Region unternommen, in Atakpamé einen „Deutschen Stammtisch“ ins Leben gerufen, eine Dokumentationstafel für einen historischen Ort der deutsch-togoischen Kolonialgeschichte entworfen und installiert und ein deutsches Soldatengrab aus dem 1. Weltkrieg restauriert.

All das muss ich nun erst einmal „verdauen“. Aber ich weiss auch, dass das am besten im gemeinsamen Gespräch geht, und dazu bin ich bereit und gespannt darauf. Fragen Sie mich bitte, wenn Sie Interesse haben …

Anbei noch ein Bild, das vielleicht zeigt, wie sehr ich mich inzwischen schon an Afrika angepasst hatte:

Ich grüsse Sie herzlich, Ihr Thoralf Spiess

Spendenaufruf

des Fördervereins der Ev.-ref. Kirchengemeinde Chemnitz-Zwickau

Bitte auf diese Zeile klicken, und Sie finden den Spendenaufruf.